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    Wattenwilerwald



    "Schöner Wald in treuer Hand...
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    Wattenwilerwald



    ...labt das Aug' und schirmt das Land!", sagte schon Gottfried Keller.

Ortsmuseum Wattenwil

Fred und Cécile Zimmermann - Stiftung mit Gemäldesammlungen Walter Krebs und Adolf Niederhäuser

Rückblick

Eigenwillige, düstere Kunst

17. Mai 2005

Chantal Desbiolles schrieb am 17. Mai 2005 im Thuner Tagblatt:

Wattenwil präsentiert zur Zeit Bilder von Maler Walter Krebs im Mettlenschulhaus – Stücke aus der Sammlung, die Cécile und Fred Zimmermann der Gemeinde schenkten. Noch fehlt ein Standort für das geplante Museum.„Es gibt Leute, die sammeln Aktien – ich sammle Bilder“, scherzte Fred Zimmermann zur Ausstellungseröffnung. Gemeinsam mit seiner Frau Cécile schenkte der Heimweh-Wattenwiler der Gemeinde rund 80 Werke des Kunstmalers Walter Krebs. Um den Wattenwilern nun zumindest einen Teil zugänglich zu machen, stellt die Zimmermann-Stiftung zur Zeit provisorisch im Mettlenschulhaus aus. Noch sei ein Standort nicht gefunden, erklärte Stiftungsrätin Erika Jaun.

Walter Krebs, der Sonderling

Walter Krebs„Der grosse Einsame“, als der Walter Krebs (1900 – 1965) noch heute oft beschrieben wird, wurde nach dem frühen Tod seines Vaters von Pflegeeltern als Verdingbub in Wattenwil aufgezogen. Nach seiner Lehre in Lyss arbeitete er mal als Bühnenmaler in Zürich, mal als freier Künstler und zog sich später in die Einsamkeit des Gantrischgebiets und des Schwefelbergs zurück. Auf Reisen nach Paris, Ungarn oder Holland trug er reichlich Erfahrungen zusammen und liess sich anschliessend abermals im Oberland nieder, in Hilterfingen. Hier entstanden viele seiner kernigen Bauernporträts und frühen Landschaftsaquarelle.

Sein Stil: Oel auf Temperatessinerhof

Bekannt für seine schwermütig-melancholischen Gegenden und seine eigenwilligen Porträts, kam der Kunstmaler eigentlich durch Zufall zu seinem Stil, der von der Vielschichtigkeit der Farben lebt: Ohne Malkasten unterwegs im Justistal, sah er sich gezwungen, in Spiez auf Temperafarben zurückzugreifen. Zuhause angekommen, übermalte er seine Arbeit und entwickelte daraus eine Ausdruckskraft, die jener der alten Meister nahekommt. 

 
 
Sein Werk: Tod und Ängsteabendmahl

Nach und nach wandte sich Walter Krebs biblisch-allegorischen Themen zu, die er in Bildern von Predigten, Kreuzigungen oder Abendmahlszenen umsetzte. Es sind die Menschen und ihre Nöte, die den Sonderling faszinierten; der Kampf zwischen Fleisch und Geist. Niedergang, Zerstörung und Tod, Schrecken und Angste bannte er auf Leinwand – in der Mettlenstube haben aber auch einige von Krebs' frühen Werken einen Platz gefunden: warm, bunt und hell.

 

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